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CfP Medingen 03/2023, Frauen der Hanse, 6. Internationale und interdisziplinäre Tagung des Netzwerks Kunst und Kultur der Hansestädte
Evangelisches Damenstift Kloster Medingen, 16.-19. März 2023
Frist: 31.05.2022


Die Geschichte der Hanse wird in der Regel aus der Perspektive von Männern erzählt. Doch lebten auch zur Hansezeit im Hanseraum ebenso viele Frauen wie Männer. Sie waren Mütter, Ehefrauen, Witwen, Schwestern und Töchter von Hansekaufleuten. Zu fragen ist, welche Rollen sie außerdem noch ausfüllten: z. B. Kauffrauen, Nonnen, Malerinnen, Handwerkerinnen, Heilige, Prostituierte, Stifterinnen, Adlige, Mägde. Die 6. internationale und interdisziplinäre Tagung des Netzwerks Kunst und Kultur der Hansestädte widmet sich unter dem Schlagwort „Frauen der Hanse“ genderhistorischen Themen der Hanse im Allgemeinen. Ziel dieser ersten Tagung zu diesem Themenkomplex ist es, die vielfältigen Aspekte zu beleuchten und die Relevanz für die Hanseforschung zu diskutieren.
Die Lebensbedingungen, wirtschaftliche, soziale und rechtliche Aspekte von Frauen in Mittelalter und Früher Neuzeit lassen sich im Hinblick auf die Lebenswelten von Frauen in Städten, in ländlicher Umgebung und in Klöstern beschreiben. Über einzelne Frauenleben ist Genaueres bekannt, z. B. über Elisabeth und Margarete Veckinchusen, Birgitta von Schweden oder die jüdische Hamburger Kauffrau Glikl von Hameln (1646/47-1724). Nicht nur Einzelbiographien, sondern auch Gruppenbiographien (Kauffrauen, Witwen, Bürgermeistergattinen, Töchter von Hansekaufleuten etc.) sowie vergleichende Studien versprechen neue Perspektiven auf die Hansegeschichte.
Auch wenn es insbesondere um „Frauen der Hanse“ gehen soll, sind doch auch Beiträge zu anderen genderspezifischen Aspekten willkommen. Interessant erscheinen die Beziehungen zwischen Frauen und Männern, innerhalb weiblicher und männlicher sowie gemischter Gemeinschaften (z. B. Bruderschaften), innerhalb von familiären, religiösen und wirtschaftlichen Netzwerken sowie alle Hinweise auf Themen außerhalb von binär-normativen Geschlechterkonstruktionen. Dabei sind auch Aspekte der Geschichte von Emotionen, von Bildung, Wissen und Gelehrsamkeit zu berücksichtigen.
Das Nachdenken über "Frauen der Hanse" ergibt eine große Zahl von Fragen, von denen hier nur einige Aspekte explizit genannt seien:
- biologische Aspekte: Schwangerschaft, Geburten und Mutterschaft, Gefahren und hohe Sterblichkeit, Maria lactans
- Heiligenleben: hl. Barbara, hl. Katharina, hl. Magdalena als Stadtpatroninnen
- Prostitution in Hansestädten und im Zusammenhang mit den Kontoren (London, Bergen, Novgorod, Brügge)
- Freiheiten und Normen: geschützte Räume und Abgeschiedenheit, Hortus conclusus und Freiräume, Nonnen und Witwen, Paare und Gemeinsamkeiten, Schönheit und Makel, Leitbilder und Rollenmodelle
- Frauen als Türöffnerinnen: Integration von Zugewanderten durch Eheschließung, Aufnahme in führende Familien und Verknüpfungen, Teile der Netzwerke, eigenständige Kauffrauen, Meisterwitwen
- Frauen als Künstlerinnen und Mäzeninnen, Stifterinnen, Musikerinnen und Musen
- Frauen und Mode: Kundinnen und Produzentinnen, Pelze, Stoffe, Handarbeiten
- Soziales und karitatives Engagement von Frauen in Hansestädten: Beginen, Bettelorden, Witwen, Bruderschaften
- Weise Frauen: Schreiberinnen, „Kräuterweiber“ und Hexen, Ärztinnen und Gelehrte
- Weibliche Mobilitäten: soziale, geographische, reisende und pilgernde Frauen
- Weibliche Überlieferung: Autobiographien, Briefe, Netzwerke der Nonnen
Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.
Bitte schicken Sie Ihr Exposé (max. 500 Wörter) für einen Vortrag und einen kurzen Lebenslauf bis zum 31. Mai 2022 per Email an Kerstin Petermann und Anja Rasche (Netzwerk Kunst und Kultur der Hansestädte) an: info@netzwerk-hansekultur.de
Neben den Vorträgen mit einer Länge von 30 Minuten sind auch Projektvorstellungen (diese zu allen Gebieten der Hanseforschung) von 10-15 Minuten willkommen. Hierfür sind 2–3 Sätze und einige Hinweise zum akademischen Werdegang ausreichend. Wir bemühen uns, die Reise- und Übernachtungskosten der Referentinnen und Referenten zu erstatten.


CfP Medingen 03/2023, Women of the Hanseatic League, 6th International and Interdisciplinary Conference of the Network Art and Culture of the Hanseatic Cities (Netzwerk Kunst und Kultur der Hansestädte)
Evangelisches Damenstift Kloster Medingen, 16-19 March 2023
Submission Deadline: 31 May 2022
The history of the Hanseatic League is usually told from the perspective of men. However, there were just as many women as men living in the Hanseatic region during the Hanseatic period. They were mothers, wives, widows, sisters and daughters of Hanseatic merchants. It is worth asking what other roles they fulfilled: e.g. merchants, nuns, painters, craftswomen, saints, prostitutes, benefactresses, noblewomen, maids. The 6th international and interdisciplinary conference of the Network Art and Culture of the Hanseatic Cities is dedicated to gender-historical topics of the Hanseatic League in general under the keyword "Women of the Hanseatic League". The aim of this first conference on this complex of topics is to illuminate the diverse aspects and discuss the relevance for Hanseatic research.
The living conditions, economic, social and legal aspects of women in the Middle Ages and early modern times can be described with regard to the living environments of women in towns, in rural areas and in monasteries. With some women, more detailed information on their lives can be found, e.g. on Elisabeth and Margarete Veckinchusen, Birgitta of Sweden or the Jewish Hamburg merchant Glikl von Hameln (1646/47-1724). Not only individual biographies, but also biographies of groups (merchants' wives, widows, mayors' wives, daughters of Hanseatic merchants, etc.) as well as comparative studies provide new perspectives on Hanseatic history.
Although the focus will be on "women of the Hanseatic League", contributions on other gender-specific aspects are also welcome. Relationships between women and men, within female and male
as well as mixed communities (e.g. brotherhoods), within families, religious and economic networks as well as all references to topics outside binary-normative gender constructions seem interesting. Aspects of the history of emotions, of education, knowledge and scholarship should also be considered.
Thinking about "women of the Hanseatic League" yields a large number of questions, of which only a few aspects are explicitly mentioned here:
- Biological aspects: Pregnancy, births and motherhood, dangers and high mortality, Maria lactans.
- Saints' lives: St. Barbara, St. Catherine, St. Magdalene as town patron saints
- Prostitution in Hanseatic cities, e.g. in connection with the Kontors (London, Bergen, Novgorod, Bruges)
- Freedoms and norms: protected spaces and seclusion, hortus conclusus and free spaces, nuns and widows, couples and commonality, beauty and blemish, models and role models
- Women as door openers: Integration of immigrants through marriage, acceptance into leading families and linkages, parts of networks, independent merchant women, master widows
- Women as artists and patrons, donors, musicians and muses
- Women and fashion: customers and producers, furs, fabrics, handicrafts
- Social and charitable commitment of women in Hanseatic cities: Beguines, mendicant orders, widows, brotherhoods
- Wise women: scribes, "herb women" and witches, doctors and scholars
- Female mobility: socially, geographically, travelling and pilgrim women
- Female lore: autobiographies, letters, nuns' networks
Please send your abstract (max. 500 words) for a presentation and a short CV by email to Kerstin Petermann and Anja Rasche (Netzwerk Kunst und Kultur der Hansestädte): info@netzwerk-hansekultur.de by May 31, 2022.
In addition to these presentations with a length of 30 minutes, applications for project presentations (on all topics of Hanseatic research) of 10-15 minutes are also welcome. For this, 2-3 sentences and some notes on your academic career are sufficient. We will endeavour to reimburse the travel and accommodation costs of the speakers.

Int. Kongress: 17. Backsteinbaukunstkongress, Wismar, St. Georgen, 01.-02.09.2022

Backsteinbaukunstkongress
Einladung_BBK_2022_final.pdf
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Tagung: Lübeck als Zentrum des spätmittelalterlichen Metallgusses

Lübeck, 31.08.-02.09.2022

Tagungsflyer: Lübeck als Zentrum des spätmittelalterlichen Metallgusses
Flyer_web Tagung Lübeck als Zentrum des
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Tagung: Licht des Mittelalters

Rostock, 2.-3. September 2022, Arbeitskreis mediävistischer NachwuchswissenschaftlerInnen (Universität Rostock & Hochschule für Musik und Theater Rostock)

Weitere Infos

Neuerscheinung

Band 2 der Reihe "Coniunctiones - Beiträge des Netzwerks Kunst und Kultur der Hansestädte":

Jan von Bonsdorff, Kerstin Petermann und Anja Rasche (Hg.): Gotland - Kulturelles Zentrum im Hanseraum. Petersberg 2022.

https://www.imhofverlag.de/buecher/gotland/

Für die nächste Tagung des Netzwerks Kunst und Kultur der Hansestädte "Frauen der Hanse" vom 16.-19. März 2023 in Medingen freuen wir uns über Ihre Beitragsvorschläge,

Frist: 31. Mai 2022

weitere Infos

Symposium in Amsterdam, 12-13. Mai 2022 - hybrid: Anmeldung

Hansards in the World. Continuity and Discontinuity on the Intellectual, Cultural And Economic Frontiers Of The Early Modern Hanse.

Mehr Infos:

www.hansardsintheworld.nl

Wir schließen uns dem Aufruf des Theater Vorpommern an:

"Jetzt ist es höchste Zeit, die Kunst des Friedensstiftens, die Ästhetik und das Heldentum des Friedens zu erkennen; denn heute wissen wir, dass den Frieden zu meistern viel schwieriger, viel komplizierter ist, als einen Krieg zu führen."
Lew Kopelew, 1981

Für eine gemeinsame Kultur der Demokratie in Europa!

https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/bundeskanzleramt/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/fuer-eine-gemeinsame-kultur-der-demokratie-in-europa-2008652

NDR 1 - Radio MV zur Tagung zum Stralsunder Frieden, Beitrag von Juliane Voigt vom 29.10.2021

 

NDR 1 - Radio MV, Beitrag von Juliane Voigt zum Stralsunder Frieden vom 29.10.2021
KJ Tagung Netzwerk Kunst und Kultur 2910
MP3 Audio Datei 11.0 MB

Musik der Hanse

...erklingt bei den Konzerten des Europäischen Hanse-Ensembles, alle Konzerttermine unter folgendem Link

www.hanse-ensemble.eu/konzerte/

27.-30. Oktober 2021 Internationale und interdisziplinäre Netzwerk-Tagung:  

Seit 650 Jahren: Warum Stralsund? Warum Frieden?

Programm

Anmeldung

Programmflyer
NKKH_Tagung_Stralsund_web.pdf
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Das Netzwerk Kunst und Kultur der Hansestädte trauert um sein Ehrenmitglied

 

Prof. Dr. Rolf Hammel-Kiesow (1949-2021).

 

Er hat den Aufbau des Netzwerks in Lübeck ermöglicht und tatkräftig unterstützt sowie unsere Arbeit mit viel Enthusiasmus begleitet. Die Tagungen des Netzwerks in Greifswald und auf Gotland 2015 hat er mit wichtigen Beiträgen bereichert.

"Kultur ist kein Luxus, den wir uns leisten oder nach Belieben streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere innere Überlebensfähigkeit sichert."

Richard von Weizsäcker

Viel mehr als nur Wissenschaft...

 

#hanseliest:
Hanseatinnen und Hanseaten zum Vorlesetag 2020

https://www.phil.uni-mannheim.de/spaetmittelalter-und-fruehe-neuzeit/hanseliest-vorlesetag-2020/?no_cache=1#c219749

 

Ein Kurzporträt des Netzwerks in 1:47 Minuten - dank Stralsund-TV!

https://www.youtube.com/watch?v=6hhkxnoBHJU&feature=youtu.be

Die Hanse für Kinder: Neue Reihe des Comic-Heftes "Mosaik" ab Heft 507: Die Abrafaxe zur Zeit der Hanse.

NEU im Netz:

das Graphikportal!

https://www.graphikportal.org/

Eine Infosendung im Deutschlandfunk vom 27.04.2017 stellt die Hanse als globale Macht dar. Mehrere Netzwerkmitglieder kommen zu Wort.

Weitere Infos:

http://www.deutschlandfunk.de/handel-im-mittelalter-die-hanse-als-globale-macht.1148.de.html?dram:article_id=384795

 

Deutsches Schiffahrts-
museum:

 

Webblog zum Forschungs-

projekt: Between the

North Sea and the

Norwegian Sea:

Interdisciplinary

Studies of the Hanse

https://fishandships.

dsm.museum/


Weitere Infos

Hanselexikon
online:
http://www.
hanse
lexikon.de/